DAX-Fibonaccis: Wie weit kann der gegenwärtige Abverkauf gehen?

Niemand weiß, wie sich die Corona-Pandemie weiter entwickelt. Vieles hängt davon ab, ob und wann ein Impfstoff oder ein Medikament, das die Symptome wirkungsvoll behandelt und das Risiko von Komplikationen eindämmt, entwickelt wird. Auch hat es einen Einfluss auf die weitere Entwicklung, in welcher Menge ein solches Medikament oder ein Impfstoff produziert und distributiert werden kann.

Eine andere Frage ist, welche Ziellevel bei dem gegenwärtigen Abverkauf im DAX erreicht werden können. Vom 2003er-Tief aus betrachtet, liegt das 38,20er-Retracement bei 6720 Punkten.

Das 50%-Retracement liegt bei 8100 Punkten (2007er Allzeithoch). An der gleichen Marke findet sich auch die 161er Projektion, wenn man am Allzeithoch den Null-Level anlegt und die 100% beim 2019er Januartief platziert.

Ebenfalls „in der Nähe“ liegen die 38er- und 50er-Retracements des Anstiegs seit 2009, nämlich bei 7500 und bei 8700.

Meine Prognose: Entweder wird die 8000er-Marke der Endpunkt einer Welle 5. Dann kämen DAX-Investoren mit einem Drawdown von 40% davon. Oder die Marke bildet das Ziel für die Welle 3, dann könnten es auch die 3600 Punkte, also ein Drawdown von 73% werden.

Das ganz düstere Szenario steuert das 2003er-Tief bei 2400 Punkten an, böte also einen Drawdown von 85%.

Aber Vorsicht: Nicht vollkommen unwahrscheinlich ist auch das bullishe Szenario, bei dem der Markt entweder bei bei 12000 oder bei 11500 wieder dreht, um von dort aus nach oben durchzuschießen.

Welche Variante eintritt, wird davon abhängen, wie die Pandemie verläuft und in welchem Ausmaße sie die Lieferketten und damit die Erträge der börsennotierten Firmen in Mitleidenschaft zieht. Hoffen wir das Beste – in unserem eigenen Interesse.

Hinterlasse einen Kommentar