Die Millionen-Dollar-Frage, wie CiovaccoCapital es in einem aktuellen Video-Beitrag formuliert hat, ist ob wir vor einem starken bullischen oder einem starken bärischen Impuls stehen.
Die aktuelle Totenstille auf den Märkten – trotz VIX-Ständen um die 30, trotz steigender Goldpreise – signalisiert möglicherweise eines: die Ruhe vor dem Sturm.
Interessant ist, dass die Richtung keineswegs so deutlich ist, wie das manche meinen.
Bull case. Die einen setzen (logisch korrekt) auf die Notenbanken, die aus allen Rohren feuern.
Bear case. Auf der fundamentalen Seite bestehen wie in einer Reihe von Beiträgen bereits erwähnt, erhebliche Abwärtsrisiken.
Was tun? Ich persönlich habe mich für weitgehende Passivität entschieden. Heißt: Ich bin immer noch fast voll investiert, habe aber für 2,3% meines Depots einen Call Put auf den S&P 500 mit einem Strike bei 2350 erworben.
Sollten die Märkte nach oben durchrennen, wären die 2,3% halt futsch. Was soll’s.
Sollten die Märkte einbrechen würde der Put wie ein Fallschirm wirken. Bei -30% hätte ich exakt 100% des wahrscheinlich drohenden Aktienverlustes durch den Put verdient (naja, nicht ganz: die Steuern …). Je tiefer der Index dann fiele, umso höher wäre ab dann mein Gewinn.
Liefe das Ding nach oben, wäre ich mit einem inzwischen qualitativ deutlich stärkeren Depot mit einer 35% Edelmetallquote und 63% Aktien „dabei“. Auch keine allzu schlechte Situation.
