(Einige) Big Boys laden ihre Aktien massiv bei den Kleinanlegern ab – DAX, S&P 500 und NADAQ zwischen Fundamentaldaten und Zinsniveau

Aktuell – heute ist der 3. Juni 2020 – scheint die Welt zweigeteilt.

Zum einen orientieren sich viele  – viele Kleinanleger, allerdings auch einzelne Big Boys, die nach dem Motto handeln „never fight the FED“ – an dem Zinsniveau und an den Anleihenkäufen der Zentralbanken. Für sie ist die Sache klar: Kaufen, als gäbe es kein Morgen.

Dies ist die Tendenz, die sich gerade im Moment stark in den Märkten niederschlägt.

Zum einen orientieren sich viele – Buffet ist hier nur ein Beispiel – überwiegend an den Fundamentaldaten. Die sehen nicht gut aus. So hat die Federal Reserve von Atlanta auf Ihrer Seite GDPNow für das 3. Quartal akutuell einen BIP-Rückgang von 52,8% (Stand 1. Juni 2020) vorhergesagt. In dieser Perspektive sieht nicht nur die aktuelle wirtschaftliche Situation düster aus. Geht man davon aus, dass ein Kurs-Gewinn-Verhältnis von 15 einen fairen Wert repräsentiert, ergibt sich das folgende Zahlenspiel.

Der S&P würde, legt man die Vorhersagen der Federal Reserve von Atlanta zu Grunde, ein KGV 15 bei einem Indexstand von 1208 erreichen. Dies wäre gegenüber dem jetzigen Stand (3100) ein Rückgang um 61%.

Bei DAX würde ein entsprechender Rückgang einen Kursrückgang auf 4800 Punkte bedeuten. Vom aktuellen Stand aus wären das – logisch, weil Berechnungsgrundlage – ebenfalls 61%, vom Allzeithoch 65%.

Was letztendlich die stärkere Kraft ist (FED oder KGV) wird sich zeigen. Wahrscheinlich ist eine relativ volatile Entwicklung. Heißt konkret kurz  und sehr langfristig dürfte es tatsächlich nach oben gehen. Mittelfristig hingegen sollte man auch herbe Rückschläge einplanen und dann als Kaufgelegenheit nutzen.

 

https://www.frbatlanta.org/cqer/research/gdpnow

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