Corona-Sellout 3 – Handlungsmöglichkeiten

Corona-Sellout 3. Inzwischen hat sich für mich ein Maßnahmenpaket herausgeschält, dass sehr viel Sinn macht:
a) Relative Schwäche und Risiko abbauen. Einige Werte wie zum Beispiel aktuell China-Werte, fallen in Krisen oft noch stärker als andere Titel. Es macht Sinn, wenn man solche Positionen reduziert.
b) In relative Stärke reinvestieren. Viele Anleger machen meiner Meinung nach den Fehler, dass sie einfach verkaufen, wenn es mal rumpelt. Oft wird dann ein Wiedereinstieg verpasst. Alternativ dazu kann man auch anders vorgehen. In einer gut geführten Watchlist werden mir Werte angezeigt, die ich kaufen möchte. Einige dieser Werte weisen eine deutliche relative Stärke (auch in Krisensituationen) auf. Welche Werte das konkret sind, hängt von der individuellen Strategie ab.
c) Angenehm finde ich, wenn diese Umschichtungen meinem Standardvorgehen entsprechen. Dieses besteht darin, Werte mit einem hohen Score in meiner Watchlist zu auszubauen, indem ich Werte mit einem niedrigen Score, wenn es passt oder die Situation es erfordert, verkaufe. Weiterhin versuche ich Qualitätsaktien zu akkumulieren. In Krisensituationen mache ich also einfach ein bisschen mehr von dem, was ich sowieso die ganze Zeit tue, und bewirtschafte so mein Depot.
Insgesamt zeigt sich für mich persönlich und meinem Anlagestil, dass sich quasi „naturwüchsig“ im Augenblick konzentrierte Wetten – nicht auf bestimmte Werte, wohl aber auf bestimmte Branchen – herausbilden: 26% KI, 15% Halbleiter, 15% Edelmetalle, 15% Tabak, 10% Bergbau (Industriemetalle), 6% Disruptoren. Wenn Sie andere Kriterien haben als ich (was wahrscheinlich ist) könnten bei Ihnen andere Cluster entstehen.

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