Russland vertieft die Beziehungen mit dem Iran. Westliche Strategien müssen neu überdacht werden

Es zeichnet sich immer deutlicher ab, dass der Westen bei seiner strategischen Ausrichtung die immer enger werdende Zusammenarbeit zwischen Russland und dem Iran stärker berücksichtigen sollte.

Die Internetplattform thecradle.co berichtete, dass sich der iranische Außenminister Hossein Amir-Abdollahian am Mittwoch, den 29. März in Moskau mit seinem russischen Amtskollegen Sergej Lawrow getroffen hat, um über die regionale Zusammenarbeit, den Krieg in der Ukraine und Saudi-Arabien zu sprechen.

Während des Treffens äußerte der iranische Außenminister die Hoffnung, dass das iranische Außenministerium in weniger als einem Monat mit der endgültigen Überarbeitung des Abkommens über die langfristige strategische Zusammenarbeit zwischen den beiden Ländern fertig sein werde, das sowohl in Russland als auch im Iran Gegenstand von Überprüfungen war.

Der russische Außenminister bekräftigte laut thecradle.co, dass es keine Alternative zum Gemeinsamen Umfassenden Aktionsplan (JCPOA) gebe und dass das Abkommen so schnell wie möglich umgesetzt werden müsse. Die Welt wartet darauf, dass die Vereinigten Staaten zu ihren Verpflichtungen aus dem Atomabkommen zurückkehren und alle Sanktionen aufheben“, sagte er.

Amir-Abdollahian sagte, dass die Beziehungen zu Russland auf dem richtigen Weg seien und er hoffe, dass die Zusammenarbeit fortgesetzt und intensiviert werde.

Saudi-Arabien und der Iran unterzeichneten Anfang März in Peking, China, ein historisches bilaterales Versöhnungsabkommen über die Wiederaufnahme diplomatischer Beziehungen und die Wiedereröffnung ihrer Botschaften, so die Internetplattform.

Das kürzlich unterzeichnete Abkommen zwischen den beiden Staaten sei jedoch ein wichtiger Schritt zur Wiederherstellung der Beziehungen, die einen Tiefpunkt erreicht hatten, als Demonstranten im Iran nach der Hinrichtung des prominenten saudischen schiitischen Geistlichen Scheich Nimr Bakir al-Nimr die diplomatische Vertretung Saudi-Arabiens angegriffen hatten.

Die immer engere Zusammenarbeit zwischen Iran und Russland ist nicht nur deshalb problematisch, weil sie dazu dienen kann, die westlichen Sanktionen gegen Russland wegen des Ukraine-Krieges zu unterlaufen. Auch die Menschenrechtslage in beiden Ländern ist nach westlichen Maßstäben indiskutabel (wobei dieser Aspekt in Russland deutlich besser ist als im Iran). Wirklich relevant ist aber ein dritter Aspekt: Russland und China schmieden ein Bündnis, um den Westen und die von ihnen empfundene Dominanz westlich orientierter Staaten ein für alle Mal zu beenden. Wenn die USA dagegen vorgehen, handelt es sich keineswegs um die paranoide Aggression eines durchgeknallten imperialistischen Staates. Vielmehr bedrohen die aktuellen Aktivitäten auch die Interessen und Werte Europas. Der Erfolg der USA in der aktuellen geostrategischen Auseinandersetzung wird langfristig massive Auswirkungen auf unsere Lebensweise, unseren Wohlstand und unsere Kultur haben.

Quelle:

https://thecradle.co/article-view/23072/russia-iran-discuss-regional-cooperation

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