Die Vierer-Achse des Bösen und ihre Nemesis

Während Deutschland andächtig auf den eigenen Bauchnabel starrt, geschehen in der Welt Dinge, die das Potenzial haben, unser Leben aus den Angeln zu heben. Wagen wir einen Blick über den Tellerrand.

„The Quadruple Axis And Its Nemesis“

Der Artikel „The Quadruple Axis And Its Nemesis“ auf der Website der Hoover Institution (https://www.hoover.org/research/quadruple-axis-and-its-nemesis) beschäftigt sich mit einer geopolitischen Konstellation, die auf seiffertupdate.com bereits mehrfach thematisiert wurde.

Die Hoover Institution ist eine politische Denkfabrik und Forschungseinrichtung mit Sitz in Stanford, Kalifornien. Es wurde 1919 gegründet und gehört zur Stanford University. Das Institut widmet sich der Erforschung und Analyse wirtschaftlicher, politischer und sozialer Fragen. Es führt umfangreiche Forschungsarbeiten in verschiedenen Bereichen durch, darunter Wirtschaft, Außenpolitik, nationale Sicherheit, Bildung und Regierungspolitik.

Das Hoover Institute veröffentlicht regelmäßig Studien, Berichte und Bücher zu aktuellen Themen und bietet politischen Entscheidungsträgern, Wissenschaftlern und der Öffentlichkeit eine Plattform für den Austausch von Ideen und Debatten. Es ist bekannt für seinen Schwerpunkt auf marktwirtschaftlichen und konservativen Ideen, beherbergt aber auch eine Vielzahl von Meinungen und Ansätzen.

Was hat also die Publikation des Hoover Institute zu unserem Thema zu sagen?

Die Vierer-Achse Russland, China, Iran und Nordkorea

Die sogenannte „Vierer-Achse“ besteht aus China, Russland, Iran und Nordkorea, die sich durch gemeinsame Interessen und strategische Partnerschaften verbunden fühlen. Diese Allianz strebt nach regionaler Vorherrschaft und will die westliche Hegemonie herausfordern.

Dies zeigt sich unter anderem in einer Reihe aktueller oder drohender Kriege. Der Krieg in der Ukraine und die drohenden Kriege gegen Taiwan, Israel, Südkorea und Japan haben einerseits den Blick der Weltöffentlichkeit auf die Viererachse Russland, China, Iran und Nordkorea geschärft.

Andererseits scheint gerade in Europa der geopolitische Wandel nicht in seiner ganzen Dimension wahrgenommen zu werden.

Nemesis

Der Artikel beschreibt aber auch eine potenzielle „Nemesis“ für diese Achse der vier Schurken. Diese Nemesis wird als ein Bündnis der USA, Japans, Indiens und Australiens beschrieben, das aufgrund gemeinsamer Werte, Sicherheitsinteressen und wirtschaftlicher Stärke in der Lage sein könnte, der Vierer-Achse Paroli zu bieten.

Diese Allianz wird als „Quad“ bezeichnet und zielt darauf ab, ein Gegengewicht zur wachsenden Macht der Vier-Schurken-Achse zu bilden. Es würde mich persönlich nicht wundern, wenn wir in Zukunft noch mehr vom „Quad“ hören werden und es in 15 Jahren wichtiger sein wird als heute die Nato.

Der Artikel betont die strategische Bedeutung des indopazifischen Raumes und argumentiert, dass die Konkurrenz zwischen der Viererachse und dem Quad in diesem Bereich entscheidend sein wird.

Verschiedene Aspekte der Konfliktlinien zwischen den beiden Bündnissen werden diskutiert, darunter territoriale Ansprüche, Zugang zu Ressourcen, Sicherheitsbedenken und ideologische Unterschiede.

Abspann

Die Quintessenz des Artikels ist, dass sich die geopolitische Dynamik in der Welt zunehmend auf die Konkurrenz zwischen der Viererachse Russland, China, Iran und Nordkorea und dem Quad im indopazifischen Raum konzentriert. Die Autorinnen und Autoren betonen die Bedeutung einer starken und strategischen Zusammenarbeit innerhalb des Quad, um gemeinsame Interessen und Werte zu schützen und eine destabilisierende Hegemonie der Vierer-Achse zu verhindern.

Die Beobachtung, dass Russland und China in den letzten Jahren weitere Zusammenschlüsse forciert haben, muss hier ergänzt werden.

Sowohl Russland als auch China sind führende Mitglieder zweier relevanter Organisationen: der SCO (Shanghai Cooperation Organisation) und der BRICS.

Für Europa würde die Kulmination dieser Tendenzen bedeuten, dass sich der gegenwärtige Trend des wirtschaftlichen, kulturellen und geopolitischen Bedeutungsverlustes weiter verschärfen könnte.

Das alte Europa hat sich verirrt, es ist hoffentlich nicht verbrannt. Die Musik spielt woanders.

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