Anschlags-Drohung gegen Weidel Finte der AfD oder reale Situation?

Erst Weidel, nun Chrupalla. Was ist da los?

Verwirrende Situation.

Die NZZ schreibt: „Nach der Absage Weidels in Mödlareuth hatte es in ihrer Partei zunächst Spekulationen gegeben, wonach sie die Gründe nur vorgeschoben haben könnte. Sie sei in der AfD dafür bekannt, gelegentlich mit fadenscheinigen Erklärungen lästigen Verpflichtungen entgehen zu wollen, hiess es. Durch die Mitteilung der Schwyzer Kantonspolizei von Mittwoch haben sich diese Spekulationen allerdings erledigt.“

(https://www.nzz.ch/international/nach-drohungen-gegen-alice-weidel-afd-sieht-gefahr-eines-toedlichen-anschlags-ld.1759337)

Der Focus schreibt dagegen: „Dem BKA obliegt der erforderliche Personenschutz für die Mitglieder der Verfassungsorgane des Bundes und damit auch für Weidel, die Abgeordnete im Bundestag ist. „Konkrete Maßnahmen des BKA beruhen dabei immer auf einer Bewertung der individuellen Gefährdung“, erklärte ein Sprecher. Offenbar gab es entgegen der Darstellung der AfD keine konkreten Hinweise vom BKA, dass auf der Veranstaltung ein Anschlag bevorstehe.“

(https://www.focus.de/politik/anschlagsplaene-gegen-alice-weidel-jetzt-widerspricht-bka-der-afd-darstellung_id_218475018.html)

Es gibt (unter anderem) zwei sehr beunruhigende Szenarien:

Erstens könnte es sich um eine Finte der AfD à la Trump handeln, die das Ziel verfolgt, den Eindruck zu erwecken, die AfD würde linksseitig terroristisch attackiert. Das hätte ein enormes gesellschaftliches Spaltungspotenzial.

Die zweite Variante, dass tatsächlich eine Bedrohungslage bestehen könnte, wäre aber noch beunruhigender, weil sie bedeuten würde, dass zentrale demokratische Spielregeln in einem Tempo erodieren, das nichts Gutes verheißt.

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