Die Zukunft der NATO: Zerfall oder Neuausrichtung?

Die NATO steht am Scheideweg. Die Wiederwahl von Donald Trump könnte tiefgreifende Veränderungen für das Bündnis mit sich bringen, insbesondere wenn sein Nationaler Sicherheitsberater Keith Kellogg mit seinen radikalen Vorschlägen Gehör findet.

Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, drängt Kellogg darauf, den Schutz nach Artikel 5 des Nordatlantikvertrags, der allen Mitgliedern Beistand im Falle eines Angriffs garantiert, an die Bedingung zu knüpfen, mindestens zwei Prozent des BIP für Verteidigung auszugeben. Dies würde bedeuten, dass Länder wie Deutschland, die diese Bedingung nicht erfüllen, ihren Schutzanspruch verlieren könnten.

Kellogg argumentiert, dass die USA ihre Verbündeten in die Pflicht nehmen müssten, da nur so die Sicherheit des Bündnisses gewährleistet werden könne. Die europäischen NATO-Mitglieder hingegen lehnen diese Reduzierung des Schutzes vehement ab und warnen vor einer Schwächung der NATO und einem transatlantischen Zerwürfnis.

Die Zukunft der NATO ist ungewiss. Trumps Politik könnte zu einer Spaltung des Bündnisses führen, in der die USA den Schutz der Mitglieder je nach deren Verteidigungsanstrengungen abstufen. Dies würde die transatlantische Sicherheit grundlegend verändern und die Beziehungen zwischen den USA und Europa auf eine harte Probe stellen.

Es bleibt abzuwarten, ob die NATO diese Herausforderung meistern und sich auf eine neue gemeinsame Basis einigen kann.

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