Am 7. Oktober 2023 startete die Hamas einen äußerst brutalen und barbarischen Angriff auf Israel, der als „Operation al-Aqsa Flut“ bekannt wurde.
Dieser Angriff umfasste Raketenangriffe und Infiltrationen in israelische Ortschaften und führte zu einer beträchtlichen Anzahl von Toten und Verletzten.
Während des jüdischen Feiertags Simchat Tora führte die Hamas diese Angriffe durch, bei denen Raketen aus dem Gazastreifen abgefeuert wurden und terroristische Gruppen nach Israel eindrangen. Die israelischen Behörden gaben bekannt, dass Hunderte von Menschen getötet und verletzt und eine unbestimmte Anzahl von Israelis entführt wurden.
Der Angriff ereignete sich fast genau 50 Jahre nach dem Beginn des Jom-Kippur-Krieges, der vom 6. bis 25. Oktober 1973 dauerte. Dieser Krieg war der vierte arabisch-israelische Konflikt im Rahmen des Nahostkonflikts und wurde von Ägypten, Syrien und anderen arabischen Staaten gegen Israel geführt.
Man kann nur hoffen, dass Israel in der Lage sein wird, auf diesen äußerst brutalen Angriff angemessen zu reagieren. Als Reaktion hat das Land seine Truppen offiziell in den Kriegszustand versetzt und tausende Reservisten einberufen. Die israelische Armee nannte ihre Verteidigungsaktion „Eiserne Schwerter“. Ministerpräsident Netanjahu nannte als Ziel der Operation gegen die Hamas, „das Gebiet von den feindlichen Truppen zu säubern, die eingedrungen sind“, und betonte, dass die Hamas dafür einen „immensen Preis“ zahlen werde. Es sei auch wichtig, andere Fronten zu sichern, damit niemand den Fehler mache, sich in den Konflikt einzumischen.
Über die Motive der Hamas gibt es verschiedene Mutmaßungen. Eine Hypothese von Ulrich von Schwerin in der NZZ besagt, dass die Hamas die Bemühungen von Premierminister Netanyahu, die Beziehungen zu Saudi-Arabien zu normalisieren, torpedieren will. Eine Annäherung zwischen Israel und dem wichtigsten arabischen Land wäre unwahrscheinlich, solange die Kämpfe in Gaza andauern und Tausende Palästinenser zu Opfern werden. Die Hamas scheint daher vor allem am eigenen Machterhalt interessiert zu sein, die Interessen der 2,3 Millionen Einwohner des Gazastreifens sind für sie zweitrangig.
Als Reaktion auf die großangelegte Militäroffensive der Hamas in den besetzten Gebieten, die als „Operation Al-Aqsa-Flut“ bekannt wurde, flog das israelische Militär am 7. Oktober Luftangriffe auf den Gazastreifen. Das israelische Militär teilte mit, dass „Dutzende von Kampfflugzeugen der IDF derzeit eine Reihe von Zielen der Terrororganisation Hamas im Gazastreifen angreifen“.
Während der Offensive der Hamas, die seit den frühen Morgenstunden des Samstags andauert, ist es dem bewaffneten Flügel der „Widerstandsgruppe“, den Al-Qassam-Brigaden, gelungen, in den Süden Israels einzudringen.
Nach Angaben des palästinensischen Gesundheitsministeriums tötete die israelische Armee bei ihren Luftangriffen auf den Gazastreifen 232 Palästinenser und verletzte 1.610 weitere.
Hunderte Palästinenser flohen aus ihren Häusern im östlichen Gazastreifen in Richtung der Grenze zu Israel. Männer, Frauen und Kinder wurden mit Decken und Lebensmitteln auf der Flucht gesehen, vor allem im nordöstlichen Teil des Gebiets, berichtete Al-Jazeera.
Israel griff auch das Haus des Hamas-Führers Jahwa al-Sinwar und einen großen Wohnkomplex im Zentrum von Gaza-Stadt an, wie palästinensische Medien berichteten.
In und um die südisraelischen Städte Kfar Aza, Sderot, Sufa, Nahal Oz, Magen, Beeri und den Militärstützpunkt Reim kam es zu Feuergefechten zwischen israelischen Soldaten und Terroristen.
Die Berliner Zeitung fragte, ob es nun zu einem Krieg zwischen dem Iran und Israel kommen könne. Der Angriff der Hamas habe die Gespräche zwischen Saudi-Arabien und Israel sabotiert, ein Flächenbrand könne den Iran, den Libanon und Ägypten erfassen.
Thomas Jäger vermutet Russland hinter dem Hamas-Angriff und sagte im Focus, der Iran und Russland hätten ein Interesse an Gewalt in den internationalen Beziehungen. Sie wollten zeigen, dass die bisherige Weltordnung zusammenbreche und die USA nicht mehr in der Lage seien, die internationale Lage zu kontrollieren oder gar ihrem Verbündeten Israel beizustehen.
Neben einer notwendigerweise sehr harten militärischen Reaktion Israels stellt sich die Frage nach den langfristigen Perspektiven.
Wenn es stimmt, dass es ein Hauptziel der Hamas ist, den Friedensprozess zu stoppen, dann wäre die größte anzunehmende Niederlage für die Hamas, für den Iran und für Russland, wenn das Friedensabkommen zwischen Israel und Saudi-Arabien trotz aller Hindernisse erfolgreich abgeschlossen werden könnte.
Ach ja, und Deutschland sollte so schnell wie möglich aufhören, jährlich 340 Millionen Euro in die Palästinensergebiete zu überweisen.
Quellen:
https://new.thecradle.co/articles/bombs-rain-down-in-gaza-as-israeli-death-toll-soars
