Tiefgefrierer

Im Jahr 2024 erlebte die Welt eine ungewöhnliche Wiedergeburt – die Studenten des Ordens der Tiefgefrierer hatten die Körper von Horkheimer und Adorno, die einst im Nebel der Jahre 1973 bzw. 1969 verstorben waren, eingefroren und erweckten sie nun zum Leben. Die beiden großen Denker erwachten in einer Zeit, die ihnen fremd und vertraut zugleich erschien.

Horkheimer und Adorno, die aus kalten Zeiten zurückkehrten, sahen sich in einer Welt um, die von neuen Ideologien und sozialen Bewegungen geprägt war. Mit skeptischem Stirnrunzeln äußerte Adorno sein Erstaunen: „In der Dämmerung des gegenwärtigen Denkens zeigt sich der Wokismus als avantgardistische Gestalt eines neuen Faschismus, der unter der Fratze der Humanität sein hässliches Haupt erhebt. Wir müssen uns der dunklen Seiten dieses Phänomens bewusst werden, die sich im Dunkel seiner Ideologien und sozialen Implikationen verbergen. Das Licht der kritischen Reflexion muss auf die verborgenen Winkel dieser Bewegung fallen, um die subtilen Mechanismen zu entlarven, die sich hinter der scheinbaren Progressivität des Wokismus verbergen und die die Grundlagen einer authentischen emanzipatorischen Praxis untergraben können“.
Horkheimer nickte nachdenklich und fügte hinzu: „Die Zeiten mögen sich geändert haben, aber die Muster wiederholen sich. Der Wokismus als neues Dogma erinnert an den Liberalismus vergangener Tage, ein neues Paradigma, das seine eigenen Schatten vorauswirft. Aber er ist nicht liberal. Vielmehr erleben wir die ewige Wiederkehr des Gleichen, einen neuen Faschismus in scheinbar moderner Gestalt“.
Adorno fuhr fort: „Wir müssen uns seiner dunklen Seiten bewusst werden, um nicht in den Strudel der Illusionen hineingezogen zu werden. Das Licht der kritischen Erkenntnis muss die nebulösen Schleier durchdringen, um einen klaren Blick auf die Wirklichkeit zu ermöglichen“.

Ein plötzlicher Krampf durchfuhr Horkheimers Fuß, und bevor er begreifen konnte, was geschehen war, spürte er, wie das Unvermeidliche geschah – sein Fuß fiel ihm ab. Ein Moment des Schocks lag auf seinem Gesicht, während er auf sein verlorenes Körperteil starrte.

Die Studenten des Ordens, die dieses seltene Phänomen mit erstaunlicher Ruhe beobachteten, eilten Horkheimer zu Hilfe. Der Philosoph bewahrte trotz des körperlichen Verlusts eine erstaunliche Gelassenheit. „In dieser ungewöhnlichen Zeit geschehen offenbar ungewöhnliche Dinge“, kommentierte er mit einem Anflug von Galgenhumor.

Adorno, der die Szene mit einer Mischung aus Erstaunen und Sorge beobachtete, trat vor und sagte: „Die Vergänglichkeit des Körpers ist eine grausame Metapher für die Flüchtigkeit der Zeit. Aber, Horkheimer, auch in dieser symbolischen Amputation müssen wir einen tieferen Sinn suchen“.

Horkheimer neigte trotz des schmerzlichen Verlustes den Kopf und sagte: „Vielleicht ist es eine Mahnung an die Zerbrechlichkeit des Menschen. Eine Mahnung, dass wir trotz unserer intellektuellen Höhenflüge den Boden der Realität nicht aus den Augen verlieren dürfen“.

Doch es kam anders. Zuerst begannen die beiden Gelehrten zu zittern. Dann zerfielen sie seufzend zu Staub. Die Erde aber drehte sich weiter, als sei nichts geschehen.

Anmerkung: Das Beitragsbild wurde mit Hilfe von Adobe Firefly erstellt.

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